Harte Arbeit mit dem Neuzugang

Montag

Montagmorgen. Büro. Es ist ein zäher Morgen für mich. Die Nacht verlief mit wenig Schlaf. Warum gehe ich auch Sonntag noch auf “ein” Bier aus. Mit meinen nun bald 40 Jahren, steckt man sowas nicht mehr weg. Schon gar nicht, wenn aus einem Bier Drei werden und man darüber die Zeit vergisst. Nun sitze ich hier und sehe genauso zerknittert aus wie mein Hemd, welches ich mir noch in der Eile vom Wäscheständer gezerrt habe. Der Kaffee läuft zischend und langsam durch die Maschine. Eigentlich nicht meine Aufgabe, aber die Sachbearbeiterin ist noch nicht da und ihre Kollegin ist vor zwei Monaten in die Elternzeit gegangen. Wer ich bin? Ich heiße Nico und bin leitender Angestellter für den Vertrieb bei einem Hersteller von Druckluft- und Pumpentechnik. Die Spannung hält sich hier oft in Grenzen, dafür ist das Gehalt auskömmlich und für einen Wieder-mal-Single wie mich sind die regelmäßigen Dienstreisen und Kundentermine eine willkommene Möglichkeit, etwas auf Achse zu sein und in Kontakt zu bleiben.

Der Kaffee ist noch nicht ganz durch, ich ziehe mir die erste Tasse und verschwinde aus der Teeküche in mein Arbeitszimmer, darauf bedacht mir nicht noch die heiße Brühe über Hemd und Hose zu gießen. Das Vorzimmer ist wie erwartet noch unbesetzt. Judith, meine Kollegin (und rechte Hand plus Hirnhälfte) kommt heute später. Irgendein Labortermin. Ziel erreicht, Schreibtisch, der Laptop wird gestartet, ich lasse mich in den Stuhl gleiten und kann endlich meinen Kaffee schlürfen. Auf dem Gang höre ich Geklapper von Schlüsseln und hochhackige Schritte. Die Mannschaft trudelt langsam ein, vermutlich Bettina aus der Buchhaltung. Wer sonst trägt solche Schuhe?

Ein Blick in den Terminkalender und das Koffein bringen Licht in den Nebel. Ab heute soll wohl eine Praktikantin kommen. Ich selber war leider nicht in der Vorstellungsrunde dabei, aber das mitgesendete Zeugnis des Berufskolleg sah gut aus. Elia heißt sie laut Zeugnis, 19 Jahre ergibt meine zähe Kopfrechnung. Ein dreimonatiges Praktikum im Rahmen ihrer schulischen Ausbildung zur Industriekauffrau. Hilfe kann uns gerade nur Recht sein, uns fehlten zuletzt oft Neuzugänge und viele Stellen, wie die meiner Kollegin in Elternzeit, blieben unbesetzt. Der Rest meines Morgenkaffees bestand daraus, das Postfach zu lesen. Anfragen anlegen, die erste Preiskalkulation für einen Kunden vornehmen.

Es ist neun Uhr, die Tür zum Vorzimmer wird aufgestoßen und herein kommt Judith. Sie wirft ihre Tasche und den roten knielangen Mantel ab, ruft ein munteres “Guten Morgen” in mein Büro und noch ehe ich ihr etwas entgegnen kann, verschwindet sie schon wieder. Judith mag so wie ich schwarzen Kaffee. Viel. Als sie mit ihrer Tasse zur Tür wieder rein kommt, sehe ich sie erstmal richtig. Sie ist der Mensch, welcher auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, aber bei näherem Kennenlernen viel Tiefe zeigt. Wir arbeiten seit ungefähr 4 Jahren zusammen und verstehen uns auch abseits der Arbeitsthemen sehr gut. Anfangs fühlte ich mich etwas zu ihr hingezogen, mit der Zeit wurde es jedoch freundschaftlich kollegial. Eine körperliche Attraktivität kann ich jedoch nicht leugnen. Sie ist etwas kleiner als ich, schlank, 3 Jahre jünger und lange Beine. Sie trägt eine Brille und beweist modischen Geschmack. So auch heute, mit einem schwarzen Rock welcher dezent figurbetont über ihren ebenfalls schwarz bestrumpften Knien aufhört. Das Oberteil ist ein körpernaher Turtleneck mit leichtem Rippmuster, darauf eine Kette mit einem Blatt als Anhänger. Ein Ginkgoblatt, wie sie mir mal erklärt hat. Ihre langen, leicht gewellten Haare sind heute im Zopf geflochten, der seitlich über ihre Schulter gelegt ist. Ihr Makeup ist sehr dezent, um nicht zu sagen, sie ist natürlich hübsch. Die Wimpern leicht getuscht. Seit neuestem macht sie ihre Fingernägel. Ebenfalls dezent, in sanften Tönen.

Wir tauschen uns kurz etwas aus, Judith sieht aber sofort, dass mir noch die letzte Nacht ins Gesicht geschrieben steht. “Da wirst du heute also wieder einen besonders guten Eindruck beim Neuzugang hinterlassen!”, meinte sie lächelnd mit gehobener Braue. Sie hat gut reden. Als Single muss sie sich vermutlich nicht die Nächte um die Ohren schlagen. Einmal geschnipst und schon stehen sie Schlange, so rede ich es mir zumindest ein. Und wer dann Schlange steht, will man vermutlich nicht wissen. Singletypen, nach dem dritten Bier, um die 40, etwas notgeil. Mit zerknitterten Hemden, so wie ich.

So auch heute. Ich lasse ihr kurz einen Blick hinterher gleiten. Die Umrisse ihres Po kann man sehen, er ist schön geformt, passend zu ihren schlanken, langen Beinen, sportlich aber nicht zu straff. Ein leichter Duft bleibt von ihr in meinem Raum. “Alkohol macht rattig.” denke ich mir, auch am nächsten Tag noch. Ich merke gar nicht, wie ich dabei in meinem Bürostuhl nach hinten lehne und meine Beine weiter spreize. Meine Hand gleitet kurz über den Schritt und ich spüre meinen Schwanz wie er etwas beengt daliegt. Ich greife ihn durch meine Hose, drücke ein paar Mal leicht zu und richte ihn für ein angenehmes Gefühl.

Sekunden später bin ich wieder bei der Arbeit und schreibe an der Kalkulation.

Kurz darauf höre ich, wie nebenan die Tür öffnet. Jemand tritt ein, Judith grüßt wieder mit einem gut gelaunten “Guten Morgen, Herr Richter”. “Herr Richter?” Denke ich mir. Ich schau nach nebenan und sehe einen jungen, sportlichen, um nicht zu sagen leicht muskulösen Mann, in Chinos, Hemd und Sneakern. Judith sagt: „Das ist Elia Richter, unser Praktikant”. Ich bin etwas verwirrt, habe ich doch dem Namen nach mit einer Praktikantin gerechnet.


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