Es war ein warmer Julitag, die Luft schwer vom Duft blühender Rosen, als Anna den leisen Summton des Türöffners hörte. Sie war gerade aus der Dusche gekommen, trug nur ein leichtes Baumwollkleid – dünn, fast durchsichtig im Gegenlicht – als sie zur Gegensprechanlage ging.
„Post für Sie, Frau Sommer.“
Die Stimme war tief, ein bisschen rau. Nicht derselbe Bote wie sonst – dieser klang jünger. Neugierig drückte Anna den Summer und öffnete die Tür einen Spalt weit. Der Flur duftete nach Sonnencreme und Paketband.
Er stand da. Groß, gebräunt, in der typischen gelben Uniform – allerdings trug er sie lässiger, das Hemd leicht aufgeknöpft, die Mütze schief auf dem Kopf. Er hielt ein kleines Päckchen in der Hand, das er ihr reichte, ohne den Blick von ihr zu nehmen.
„Muss unterschrieben werden“, sagte er und reichte ihr das Gerät. Ihre Finger streiften seine – warm, fest, ein Hauch zu lang.
Sie spürte es – diese subtile Spannung, die in der Luft lag. Eine Mischung aus Sommerhitze und unausgesprochenem Verlangen. Als sie ihren Namen auf dem Display kritzelte, fragte sie fast beiläufig: „Sind Sie neu auf der Route?“
„Seit letzter Woche. Ich wohne gleich um die Ecke. Falls mal… etwas ist.“
Ein schelmisches Grinsen spielte um seine Lippen. Anna lehnte sich einen Tick weiter in den Türrahmen, ihr Kleid spannte sich sanft über ihre Kurven.
„Na dann“, sagte sie, „kommen Sie doch mal auf einen Kaffee vorbei, wenn Sie Lust haben. Ich bin meistens vormittags da…“
Er zögerte kurz. Dann trat er einen halben Schritt näher. „Wie wär’s jetzt? Ich hab grad Pause.“
Ihr Blick hielt seinen fest. „Kaffee… ist schon aufgesetzt.“
Sie ließ die Tür offen stehen und drehte sich langsam um. Ihre nackten Füße hinterließen feuchte Spuren auf dem Holzfußboden. Als sie sich noch einmal nach ihm umdrehte, stand er schon im Flur, die Tür fiel leise ins Schloss.
Anna schloss die Tür kaum hörbar hinter sich und spürte, wie ihr Herz schneller schlug. Sein Duft – eine Mischung aus Sonnencreme, leichtem Schweiß und etwas Holzigem – lag noch in der Luft.
Sie ging zur kleinen Küche, wo auf dem Herd der Kaffee leise vor sich hin köchelte. Gerade wollte sie die Tasse einschenken, als es an der Tür klopfte. Ihr Atem stockte. „Herein“, flüsterte sie.
Er trat ein, ließ die Tür hinter sich ins Schloss fallen und sah sie an, als würde er sie zum ersten Mal wirklich wahrnehmen. Die gelbe Uniform war schnell zur Seite geräumt – jetzt trug er nur noch ein eng anliegendes Shirt, das seine durchtrainierten Arme betonte.
Anna spürte das Prickeln, das sich von ihrem Rücken über die Haut ausbreitete. Ohne ein Wort zu sagen, kam er näher, und ihr Blick wanderte zu seinen Lippen. Er streckte die Hand aus, fuhr langsam durch ihr Haar und ließ seine Finger sanft über ihren Nacken gleiten.
Seine Berührung war elektrisch. Sie fühlte, wie sich ein warmes Verlangen in ihr aufbaute, wuchs. Sie löste sich von der Wand und trat in seine Nähe, bis ihre Körper sich fast berührten. Ihre Hände fanden seinen Kragen, zogen ihn ein Stück tiefer, sodass ein Hauch von nackter Haut sichtbar wurde.
Er neigte sich zu ihr, die Luft zwischen ihnen wurde schwer. Dann küsste er sie. Erst sanft, dann fordernder. Seine Lippen waren warm und fest, seine Hände glitten über ihren Rücken, hielten sie nah.
Anna ließ sich fallen, ganz in das Gefühl, das sie überkam. Der Postbote, der eben noch eine einfache Lieferung war, wurde zum Versprechen für heiße Stunden voller Leidenschaft.
Sein Körper lag jetzt ganz auf ihrem, warm und stark, jede Bewegung präzise, jede Berührung wie ein Versprechen. Anna spürte seinen Herzschlag gegen ihre Brust, spürte, wie er sie betrachtete, fast ehrfürchtig, während seine Finger langsam den Verschluss ihres BHs lösten.
Er ließ sich Zeit, als wolle er sich jede Sekunde einprägen – seine Lippen glitten über ihre nackte Haut, hinab über ihren Hals, dann tiefer, weich, forschend, fordernd. Sie bog sich ihm entgegen, ihr Atem beschleunigte sich. Ihre Hände tasteten über seinen Rücken, zogen sein Shirt hoch, bis sie seinen nackten Oberkörper unter den Fingern spürte – warm, fest, leicht verschwitzt.
Er stöhnte leise, als ihre Finger über seinen Bauch glitten und dabei seinen Hosenbund erreichten. Kein Wort wurde gesprochen. Worte hätten nur gestört.
Sein Blick war dunkel vor Verlangen, während er sich langsam von seiner Uniformhose befreite – vor ihr, aufrecht stehend, ein Bild aus Männlichkeit und Begierde. Sie zog ihn zurück zu sich, ließ ihre Beine sich um ihn legen, während ihre Körper wieder zueinander fanden – nackt, offen, bereit.
Der erste Moment, in dem er in sie eindrang, war wie ein elektrischer Funke. Heiß. Tief. Ganz. Sie stöhnte auf – nicht laut, aber ehrlich. Es war, als hätte sich alles auf diesen einen Augenblick zugespitzt.
Er bewegte sich langsam, kontrolliert, ließ sie jeden Zentimeter spüren. Ihre Hüften fanden seinen Rhythmus, ihre Finger vergruben sich in seinem Haar. Der Druck wuchs mit jeder Bewegung, mit jedem Keuchen, mit jeder flüchtigen Berührung ihrer Lippen.
Anna verlor sich in ihm – in der Wärme seines Körpers, in der Tiefe seines Blicks, in der Leidenschaft, die sie überrollte wie eine Welle. Er hielt sie fest, während sie bebte, bebte unter ihm, mit ihm, bis sie sich beide in einem einzigen Moment entluden – wild, ehrlich, vollkommen.
Für einen langen Augenblick blieb er so, in ihr, ihre Körper ineinander verschlungen, schwer atmend, verschwitzt, zufrieden.
Dann lachte er leise. „Ich glaub, ich muss öfter hier zustellen.“
Anna lächelte und zog ihn zu sich hinab. „Das nächste Mal… bringst du bitte kein Paket. Nur dich.“
Die Tage vergingen, doch der Geschmack dieses Nachmittags blieb auf Annas Haut. Immer wenn sie durch die Wohnung ging, den Duft von frischem Kaffee roch oder das leise Surren des Türöffners hörte, spürte sie ein Prickeln auf ihrer Haut. Es war, als hätte er etwas in ihr geweckt, das lange geschlummert hatte.
Zwei Tage später klingelte es wieder. Ein Paket – unscheinbar. Doch als sie öffnete, stand er da. Dieselbe Uniform, derselbe Blick – aber diesmal mit einem kaum unterdrückten Grinsen auf den Lippen.
„Ich hab was für Sie.“
Sie hob eine Braue. „Noch ein Paket?“
Er trat einen Schritt näher. „Nicht ganz. Nur… Nachschub.“
Sie sah ihn an, und ohne ein weiteres Wort zog sie ihn an sich, mitten im Türrahmen. Der Kuss war wie ein Wiedersehen zweier heimlich Vertrauter – heiß, fordernd, aufgeladen. Ihre Hände glitten sofort unter sein Hemd, während er sie rückwärts in die Wohnung schob, die Tür mit dem Fuß schloss.
Diesmal war es wilder. Eiligen Schritts zog er sie ins Schlafzimmer, warf sie aufs Bett, während sie lachte, mit glänzenden Augen, voller Erwartung. Keine Zärtlichkeit heute – nur Verlangen, nur rohe, heiße Lust.
Er riss ihr das Kleid vom Leib, ließ es achtlos zu Boden gleiten. Ihre Körper fanden sich sofort wieder – vertraut und doch voller neuer Spannung. Er drang in sie ein, noch bevor sie seinen Namen aussprechen konnte. Hart. Tief. Rhythmisch.
Sie klammerte sich an ihn, keuchte, ließ sich mitreißen. Ihre Fingernägel hinterließen rote Spuren auf seinem Rücken, während er sich in ihr verlor. Die Geräusche ihrer Körper füllten das Zimmer – das Klatschen von Haut auf Haut, das Stöhnen, das Flüstern, das Beben.
Als sie gemeinsam kamen, war es wie ein Beben, ein kurzer, heftiger Sturm, der über sie hinwegfegte. Und als sie später nebeneinander lagen, nackt, verschwitzt, die Sonne durch die Vorhänge sickerte, grinste er und sagte leise:
„Ich glaub, ich sollte dir einen Dauerauftrag einrichten.“
Anna lachte, drehte sich zu ihm und legte die Hand auf seine Brust. „Und was genau lieferst du dann jedes Mal?“
Er zog sie wieder zu sich. „Was immer du willst. Und noch ein bisschen mehr.“
Seit jenem zweiten Besuch hatte sich etwas verändert. Nicht nur in Anna, sondern auch in der Welt um sie herum. Die Tage schienen heller, die Nächte wärmer. Und immer, wenn sie das leise Surren des Türöffners hörte, durchzuckte sie ein Schauer – Lust und Nervenkitzel gleichzeitig.
Der Postbote – Niklas, wie sie bald herausfand – kam nun regelmäßig. Und immer dann, wenn seine Mittagspause mit ihren freien Stunden zusammenfiel. Keine langen Gespräche, keine Nachrichten – nur Blicke, Andeutungen, ein unterschwelliges Versprechen.
Einmal kam er mit einem unscheinbaren Umschlag, den er ihr wortlos überreichte. Drinnen lag nichts – außer einer kleinen Notiz: „15:30. Garage. Nur du und ich.“
Ihr Herz schlug schneller. Die Garage war dunkel, verborgen im Hinterhof. Der perfekte Ort für ein schnelles, geheimes Rendezvous. Als sie zur verabredeten Zeit hinunterging, wartete er bereits. An die Wand gelehnt, die Uniformjacke offen, das Licht der Spätnachmittagssonne warf goldene Streifen über sein Gesicht.
Sie sagte kein Wort. Musste auch nichts sagen. Kaum hatte sie die Tür geschlossen, hatte er sie schon gepackt, gegen die Wand gedrückt. Seine Lippen fanden sofort ihren Hals, seine Hände zogen gierig an ihrer Kleidung. Ihre Finger tasteten sich unter sein Shirt, spürten die Spannung seiner Muskeln, die Gier in ihm.
Es war roh, leidenschaftlich, beinahe unkontrollierbar. Ihre Jeans schob er mit schnellen, geübten Bewegungen zur Seite, sie öffnete seinen Hosenbund mit zittrigen Fingern. Kein Vorspiel, kein Zögern – nur reines Verlangen.
Er hob sie an, ließ sie ihre Beine um ihn schlingen, stieß tief in sie hinein – schnell, rhythmisch, voller Kraft. Das Echo ihrer Lust hallte von den Betonwänden wider, ihre Hände klammerten sich an seine Schultern, während sie sich verlor, sich öffnete, sich verzehrte.
Sie kamen fast gleichzeitig – ein stummes, heftiges Beben, das sie beide atemlos zurückließ. Danach lehnte sie sich schwer atmend an ihn, ihr Gesicht an seinem Hals, ihre Beine zitternd.
„Das war riskant“, flüsterte sie.
Er grinste gegen ihre Schulter. „Das macht es doch so verdammt gut.“